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Auf dem RBS IFRS-Portal finden Sie Grundlageninformationen zu den International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. International Accounting Standards (IAS) sowie den Volltext der von der Europäischen Union übernommenen Standards und Interpretationen (IFRS-Texte) und Hinweise zu weiterführender Literatur (Aufsätze und Fachbücher).

 

Zur fachlichen Diskussion laden wir Sie gern zum Besuch
des Diskussionsforums ein.

 

 

 News IASB verabschiedet Änderungen an IFRS 4

12. September 2016: Der IASB hat heute Änderungen an IFRS 4 Versicherungsverträge verabschiedet. Die Änderungen beinhalten einen Aufschub der Regelungen des IFRS 9 Finanzinstrumente für Versicherungsunternehmen. Bedingt durch die unterschiedlichen Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und dem geplanten neuen Standard für Versicherungsverträgen, der nach dem Arbeitsplan des IASB voraussichtlich in 2017 verabschiedet werden soll, ergeben sich ohne diese Änderungen an IFRS 4 für einen Übergangszeitraum höhere Ergebnisvolatilitäten, Bilanzierungsanomalien sowie ein doppelter Umstellungsaufwand. Der IASB hat daher zwei optionale Ansätze in den überarbeiteten IFRS 4 aufgenommen: 

  • Überlagerungsansatz (overlay approach): Ein Unternehmen, das Versicherungsverträge nach IFRS 4 ausgibt, kann den aus der Anwendung von IFRS 9 resultierenden Ergebniseffekt aufgrund der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von der Gewinn- und Verlustrechnung in das sonstige Ergebnis (OCI) ausgliedern, sofern die Vermögenswerte nach IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. 

  • Aufschubansatz (temporary exemption from applying IFRS 9): Ein Unternehmen, dessen vorherrschende Aktivität die Ausgabe von Versicherungsverträgen nach IFRS 4 ist, kann von einer temporären Ausnahme bei der Anwendung von IFRS 9 Gebrauch machen. Die Verschiebung der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 für Versicherungsunternehmen endet für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. 

Unternehmen wenden den Überlagerungsansatz rückwirkend auf qualifizierende Vermögenswerte an, sobald diese das erste Mal IFRS 9 anwenden. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens für den Aufschubansatz ist die Berichtsperiode, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnt.

Zur Pressemitteilung des IASB ...

 

 News IASB veröffentlicht Änderungen an IFRS 3 und IFRS 11

28. Juni 2016: Der IASB hat heute einen Entwurf zur Änderung von IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse und IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen herausgegeben. Mit ED/2016/1 Definition eines Geschäftsbetriebs und Bilanzierung zuvor gehaltener Anteile (Vorgeschlagene Änderungen an IFRS 3 und IFRS 11) stellt der IASB folgende Änderungen zur Diskussion:

Definition eines Geschäftsbetriebs: Die business-Definition in IFRS 3 Anhang B soll präzisiert werden. Darüber hinaus sollen Leitlinien vorgegeben werden, um eine Abgrenzung zwischen dem Erwerb eines Geschäftsbetriebs und dem Erwerb eines Vermögenswertes bzw. Gruppe von Vermögenswerten zu erleichtern. Nur der Erwerb eines Geschäftsbetriebs fällt dann in den Anwendungsbereich von IFRS 3 und führt zur Aktivierung eines Goodwill.

Bilanzierung von zuvor gehaltenen Anteilen: Mit der vorgeschlagenen Ergänzung von IFRS 3.42A und Änderungen in Anhang B zu IFRS 11 soll klargestellt werden, dass die Erlangung der Kontrolle über einen Geschäftsbetrieb, der eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist und an dem der Erwerber als gemeinschaftlich Tätiger oder andere Partei der gemeinsamen Vereinbarung bereits bisher beteiligt war, einen sukzessiven Unternehmenszusammenschluss darstellt. Das bedeutet, dass die zuvor gehaltenen Anteile zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle neu bewertet werden. Nicht neu bewertet hingegen werden Anteile an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellt, wenn keine Kontrolle erlangt wird und eine bloße Aufstockung der Anteile erfolgt.

Zur Pressemitteilung des IASB ...

Zum ED/2016/1 (.pdf) ...

 

 News IASB verabschiedet Änderungen an IFRS 2

20. Juni 2016: Der IASB hat heute Änderungen an IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung verabschiedet. Die Änderungen betreffen die Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen. Folgende Aspekte werden dadurch klargestellt bzw. neu geregelt:

Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen bei der Bilanzierung von in bar erfüllter anteilsbasierter Vergütungen: Die geänderten Paragraphen IFRS 2.30 bis IFRS 2.33 sowie die neu hinzugefügten Paragraphen IFRS 2.33A-D enthalten nunmehr die Klarstellung, wonach die Behandlung von in bar erfüllter anteilsbasierter Vergütungen analog der Behandlung von in Eigenkapitalinstrumente erfüllter anteilsbasierter Vergütungen erfolgen soll. Demnach sind Marktbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen im beizulegendem Zeitwert sowie Dienstbedingungen und marktunabhängigen Leistungsbedingungen im Mengengerüst zu erfassen.

Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungen, die zum Nettobetrag erfüllt werden, d.h. ohne Steuereinbehalt: Anteilsbasierte Vergütungen ohne Steuereinbehalt sind gemäß der Neureglung in IFRS 2.33E-H wie als in Eigenkapitalinstrumente erfüllte anteilsbasierte Vergütungen zu klassifizieren, vorausgesetzt die anteilsbasierte Vergütung wäre auch ohne den Steuereinbehalt derart klassifiziert worden.

Bilanzierung eines Wechsels von in bar erfüllter anteilsbasierter Vergütungen zu in Eigenkapitaltiteln erfüllter anteilsbasierter Vergütung: Im Anhang B zu IFRS 2 wurden neue Regelungen mit 44A-C hinzugefügt. Danach ist zum Zeitpunkt des Wechsels die Verbindlichkeit, die für die anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich angesetzt wurde, auszubuchen. Gleichzeitig ist die anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente in Höhe des beizulegenden Zeitwerts (nach Maßgabe der bis dahin erbrachten Leistung) zu erfassen. Der Unterschied zwischen dem Buchwert der Verbindlichkeit und dem im Eigenkapital erfassten Betrag ist erfolgswirksam zu vereinnahmen.

Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Eine rückwirkende Anwendung ist nur dann gestatten, wenn keine späteren besseren Erkenntnisse hinzugezogen werden.

Zur Pressemitteilung des IASB ...

 News IASB verabschiedet Änderungen an IFRS 15

12. April 2016: Der IASB hat heute Änderungen an IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden verabschiedet. Die Änderungen enthalten Klarstellungen und Erleichterungen im Hinblick auf den Übergang auf IFRS 15.

Folgende Aspekte werden durch die Änderung an IFRS 15 klargestellt:

  • Identifizierung von Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag durch Ergänzung von Beispielen bzw. Einfügung weiterer Beispiele

  • Prinzipal-Agenten-Beziehungen (Zu den Prinzipien zur Unterscheidung zwischen Prinzipal und Agent in einem Geschäftsvorfall)

  • Lizenzierung:  Einschätzung, ob Erlöse aus einer gewährten Lizenz zeitpunkt- oder zeitraumbezogen zu vereinnahmen sind

  • Erleichterungsvorschriften für den Übergang auf IFRS 15: Zum einen können Unternehmen bei der Identifizierung erfüllter und nicht erfüllter Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag, der vor der frühesten dargestellten Periode modifiziert wurde, sowie bei der Bestimmung des Transaktionspreises nachträglich bessere Erkenntnisse rückwirkend nutzen. Zum anderen können bei der vollständigen retrospektiven Anwendung von IFRS 15 Verträge unberücksichtigt bleiben, die zu Beginn der frühesten dargestellten Periode erfüllt waren.

Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Dies entspricht dem Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 15 selbst. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig unter der Voraussetzung einer Übernahme durch die EU.

Zur Pressemitteilung des IASB ...

 News IFRS-Newsletter 1/2016 von Roever Broenner Susat Mazars erschienen

25. Februar 2016: Ausgabe 1/2016 des IFRS-Newsletters von
Roever Broenner Susat Mazars ist erschienen.

Aus dem Inhalt:

Im Fokus

  • IFRS 16: die neue Leasingbilanzierung

IFRS und IFRIC – aktuelle Entwicklungen

  • IASB verabschiedet Änderungen an IAS 12

  • IASB verabschiedet Änderungen an IAS 7 im Rahmen der Anhanginitiative

  • IASB veröffentlicht Entwurf für ein Practice Statement zur Wesentlichkeit

  • IASB veröffentlicht Änderungsentwurf zu IAS 40

  • IASB veröffentlicht Entwurf zu den Annual Improvements 2014–2016 Cycle

  • IASB veröffentlicht Entwurf zu IFRS 4

  • Verschiebung der Erstanwendung der Änderungen an IFRS und IAS 28 auf unbestimmte Zeit

EU-Endorsement – aktueller Stand

  • Übernahme der Änderungen an IAS 16 und IAS 41

  • Übernahme der Änderungen an IFRS 11

  • Übernahme der Änderungen an IAS 16 und IAS 38

  • Übernahme der Annual Improvements 2012–2014 Cycle

  • Übernahme der Änderungen an IAS 1

  • Übernahme der Änderungen an IAS 27

Sonstiges

  • Prüfungsschwerpunkte der DPR für 2016

  • Zusammenstellung der zum 31. Dezember 2015 erstmals verpflichtend anzuwendenden bzw. freiwillig anwendbaren IFRS

  • Zusammenstellung der zukünftig anwendbaren IFRS und IFRIC (Anhangangabe gemäß IAS 8.30 f.)

Zum IFRS-Newsletter 1/2016 ...

 

 News IASB verabschiedet Änderungen zu IAS 7

29. Januar 2016: Der IASB hat heute im Rahmen seiner Initiative zur Verbesserung der Anhangangaben (Disclosure Initiative Project) Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnungen verabschiedet. Mit den Änderungen an diesem Standard verfolgt der IASB das Ziel, eine Verbesserung von Informationen zur Fremdfinanzierungstätigkeit und Liquidität von Unternehmen zu bewirken. Insbesondere sollen die Adressaten von Abschlüssen Veränderungen in den Finanzverbindlichkeiten besser beurteilen können.

Gemäß den neu hinzugefügten IAS 7.44A-E sind die folgenden Veränderungen im Fremdkapital als Ergebnis von Finanzierungstätigkeiten in der Kapitalflussrechnung anzugeben:

  • Veränderungen bei den Cashflows aus Finanzierungstätigkeit;

  • Veränderungen als Ergebnis der Erlangung bzw. des Verlusts von Beherrschung über Tochter- oder andere Unternehmen;

  • Auswirkungen von Wechselkursänderungen;

  • Änderungen von beizulegenden Zeitwerten; und

  • sonstige Änderungen.

Abweichend zu der Entwurfsfassung zu dieser Standardänderung ist die Darstellung der Änderungen in einer Überleitungsrechnung nicht verpflichtend. Es sind auch andere Darstellungen zulässig Gemäß dem neu eingefügten Beispiel C der Illustrative Examples enthält eine optionale Überleitungsrechnung Eröffnungsbilanzsalden, Bewegungen der Periode und Schlussbilanzsalden. Darüber hinaus sind Bewegungen der Periode weiter u. a. in zahlungswirksame und nicht zahlungswirksame Bewegungen zu untergliedern.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch ein Endorsement durch die EU voraus. Das Endorsement ist für das vierte Quartal 2016 geplant.

Zur Pressemitteilung des IASB ...

Zu den Änderungen an IAS 7 ...

 News IASB verabschiedet Änderungen zu IAS 12

19. Januar 2016: Der IASB hat heute Änderungen an IAS 12 Ertragssteuern in Bezug auf den Ansatz von unrealisierten Verlusten verabschiedet.

Die Änderungen gehen zurück auf eine Anfrage an das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC). Darin wurde um Klärung gebeten, ob auf temporäre Differenzen, die sich aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von gehaltenen Schuldinstrumenten ergeben, aktive latente Steuern angesetzt werden dürfen, wenn das Unternehmen die Fähigkeit und Absicht hat, diese Schuldinstrumente bis zu ihrer Wertaufholung (ggf. bis zur Endfälligkeit) zu halten. Diese Anfrage hatte das IFRS IC an den IASB mit der Bitte um ein narrow scope amendment von IAS 12 weitergeleitet.

Mit den Änderungen an IAS 12 stellt der IASB nunmehr klar, dass Abwertungen auf zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente zum Ansatz von aktiven latenten Steuern für nicht realisierte Verluste führen, wenn der steuerliche Wert seinen Anschaffungskosten entspricht. In der Gesamtergebnisrechnung erfolgt die Erfassung der latenten Steuern in Abhängigkeit der zugrunde liegenden Posten. Latente Steuern auf Posten, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden daher ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst.

Mit IAS 12.29 und IAS 12.29A fügt der IASB weitere Klarstellungen zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens ein, das für die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern heranzuziehen ist. Ist die Realisierung eines Vermögenswerts oberhalb seines Buchwerts wahrscheinlich, sind entsprechende Rückflüsse zu erwarten und somit bei der Ermittlung des zukünftig zu versteuernden Einkommens zu berücksichtigen. Bei der Bestimmung des zu versteuernden Einkommens zur Werthaltigkeit dürfen dabei die Umkehreffekte aus den temporären Differenzen des zugrundliegenden Vermögenswertes selbst nicht berücksichtigt werden.

Die Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Der IASB gestattet Unternehmen als Übergangserleichterung bei der erstmaligen Anwendung die gesamte Veränderung des Eigenkapitels in der Gewinnrücklage (ohne Aufteilung die die einzelnen Komponenten des Eigenkapitals) zu erfassen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch ein Endorsement durch die EU voraus. Das Endorsement ist für das vierte Quartal 2016 geplant.

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Zu den Änderungen an IAS 12 ...

 News IASB verabschiedet IFRS 16 Leasingverhältnisse

13. Januar 2016: Der IASB hat heute mit IFRS 16 nach 10-jähriger Projektarbeit den neuen Standard zur Leasingbilanzierung verabschiedet. Das Ziel, das der IASB mit der Reform der Leasingbilanzierung verfolgte, ist die einheitliche bilanzwirksame Behandlung sämtlicher Leasingverhältnisse. Eine grundlegende Reform der Leasingbilanzierung hat der IASB im Laufe seines Projekts aufgrund des großen Widerstandes gegen die ursprünglich gemachten Vorschläge jedoch wieder aufgegeben. IFRS 16 ersetzt künftig IAS 17 und die dazugehörigen Interpretationen.

(Beinahe) sämtliche Leasingverhältnisse werden künftig bilanziert

Gem. IFRS 16 werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse derart bilanziert, dass auf der Aktivseite das mit dem Leasingverhältnis einhergehende Nutzungsrecht als Vermögenswert (sog. Right-of-Use-Asset") und auf der Passivseite die entsprechende abgezinste Leasingverbindlichkeit erfasst wird.

Erleichterungen gibt es für Leasinggegenstände mit geringem Wert sowie für Leasingverhältnisse mit kurzer Laufzeit. Die Leasingzahlungen für diese Leasingverhältnisse können linear (oder gem. einer anderen systematischen Grundlage der Verteilung) über die Laufzeit des Vertrags als Aufwand erfasst werden.

Nach dem bisherigen IAS 17 wurde noch unterschieden zwischen bilanzwirksamen Finance Leases und bilanzunwirksamen Operating Leases. Diese Unterscheidung zwischen zwei verschiedenen Leasingarten fällt bei der Bilanzierung beim Leasingnehmer mit Inkrafttreten von IFRS 16 künftig weg. Sofern ein Vertrag als Leasingverhältnis klassifiziert wird, fällt es in den Anwendungsbereich dieses Standards und ist somit zu bilanzieren. Andernfalls handelt es sich um einen aufwandswirksamen Servicevertrag.

Definition eines Leasingverhältnisses

Ein Vertrag wird künftig als Leasingverhältnis klassifiziert, wenn der Leasinggeber dem Leasingnehmer vertraglich das Recht zur Beherrschung über einen identifizierten Vermögenswert für eine bestimmte Laufzeit einräumt und dafür eine Gegenleistung vom Leasingnehmer erhält. Die Beherrschung über den Leasinggegenstand durch den Leasingnehmer liegt vor, wenn dieser das Recht hat, über den Leasinggegenstand zu verfügen und ihm über die Laufzeit des Leasingverhältnisses der gesamte Nutzen daraus zufließt.

Laufzeit des Leasingverhältnisses

Die Laufzeit eines Leasingverhältnisses setzt sich zusammen aus der unkündbaren Mietzeit + der Option zur Verlängerung der Mietzeit, wenn die Ausübung durch den Leasingnehmer hinreichend sicher ist + Kündigungsoptionen, wenn eine Nichtausübung durch den Leasingnehmer hinreichend sicher ist.

Ansatz beim Leasingnehmer

Im Zugangszeitpunkt entspricht die Höhe des Right-of-Use-Asset der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich eventueller direkter Kosten des Leasingnehmers. Die Leasingverbindlichkeit entspricht dem Barwert der Leasingzahlungen während der Laufzeit. Berücksichtigt werden ebenfalls variable Zahlungen, die von einem Kurs oder Index abhängen, sowie Restwertgarantien.

Folgebewertung beim Leasingnehmer

Das Right-of-Use-Asset wird planmäßig (und ggf. außerplanmäßig) in der Regel linear abgeschrieben. Aus der Folgebewertung der Leasingverbindlichkeit ergibt sich ein im Zeitverlauf abnehmender Zinsaufwand. Somit kommt es in der Regel über die Laufzeit zu einem sinkenden Leasingaufwand.

Bilanzierung beim Leasinggeber

Beim Leasinggeber wird weiterhin zwischen einem Finanzierungsleasingvereinbarung (nach dem Konzept der Risiken und Chancen) bzw. Mietleasingvereinbarung unterschieden. Somit bleibt die bisherige bilanzielle Behandlung im Wesentlichen unberührt.

Inkrafttreten

IFRS 16 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, sofern die Vorschriften des IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden gleichzeitig angewendet werden. Für IFRS-Anwender innerhalb der EU ist ein Endorsement von IFRS 16 Voraussetzung für die verpflichtende Anwendung. Der Zeitplan für ein Endorsement steht jedoch noch nicht fest.

Zur Pressemitteilung des IASB ...

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 News Buchempfehlung: Die 5. Auflage des Beck'schen IFRS-Handbuchs ist erschienen

Die 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage des  Beck'schen IFRS-Handbuchs ist erschienen und kann nunmehr beim Beck-Verlag bezogen werden.

Weitere Informationen zum Beck'schen IFRS-Handbuch ...

Das IFRS-Handbuch unterstützt den Abschlussersteller effektiv bei der Umsetzung der IFRS/IAS-Regeln. Es bietet eine Einführung in die Grundlagen der IFRS/IAS-Rechnungslegung, eine klar gegliederte Kommentierung der einzelnen IFRS/IAS-Vorschriften und eine Darstellung der Abweichungen zur HGB-Bilanzierung. Fallbeispiele erleichtern den Übergang auf die IFRS/IAS-Rechnungslegung.

Kommentierte neue Standards und Interpretationen sind u.a. IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten, IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden, IFRIC 21 Abgaben. Neu enthalten in der 5. Auflage ist ebenfalls ein Kapitel zur Lageberichterstattung nach DRS 20 und dem Practice Statement Management Commentary. Die 38 Autoren sind Praktiker auf dem Gebiet der internationalen Rechnungslegung und bei den Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften Roever Broenner Susat Mazars GmbH & Co. KG oder Warth & Klein Grant Thornton AG tätig.

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