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Volkswagen AG
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem
finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer
finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die
Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder
Verkauf zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem der
Vermögenswert geliefert wird.
IAS 39 unterteilt finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien:
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erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Vermögenswerte,
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bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte,
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Kredite und Forderungen sowie
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zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Schulden werden in nachstehende Kategorien
eingeordnet:
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erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden und
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zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Schulden.
Finanzinstrumente bilanzieren wir zu fortgeführten
Anschaffungskosten oder zum
Fair Value. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines
finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld wird
der Betrag bezeichnet,
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mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle
Schuld bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde,
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abzüglich eventueller Tilgungen und
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etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen
oder Uneinbringlichkeit sowie
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zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen
Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der
Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der
Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen
Vermögenswerts oder der finanziellen Schuld verteilt wird.
Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die
fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag
beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Der Fair Value entspricht im
Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt
existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer
Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter
Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken,
die die Geschäfte abwickeln, überprüft.
Originäre Finanzinstrumente
Ausgereichte Kredite und Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis
zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie nicht mit
Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang stehen. Insbesondere handelt
es sich dabei um
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Forderungen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft,
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Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen,
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Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten,
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Finanzschulden.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere)
setzen wir mit ihrem Fair Value an. Änderungen des Fair Value
erfassen wir erfolgsneutral im Eigenkapital nach Berücksichtigung
latenter Steuern. Anteile an Tochtergesellschaften und Beteiligungen
gelten auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte. Sie werden jedoch grundsätzlich mit ihren jeweiligen
Anschaffungskosten gezeigt, da für diese Gesellschaften kein aktiver
Markt existiert und sich Fair Values nicht mit vertretbarem Aufwand
verlässlich ermitteln lassen. Soweit Hinweise auf niedrigere Fair
Values bestehen, werden diese angesetzt.
Derivate Finanzinstrumente und Hedge Accounting
Unternehmen des Volkswagen Konzerns setzen derivative
Finanzinstrumente zur Absicherung von Bilanzposten und zukünftigen
Zahlungsströmen (sogenannte Grundgeschäfte) ein. Dafür werden als
Sicherungsinstrumente vor allem Derivate verwendet, zum Beispiel
Swaps, Termingeschäfte und Optionen. Voraussetzung für die
Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) ist, dass
der eindeutige Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und
Sicherungsinstrument dokumentiert und deren Effektivität
nachgewiesen ist. Die bilanzielle Berücksichtigung der
Fair-Value-Änderungen der Sicherungsinstrumente ist von der Art der
Sicherungsbeziehung abhängig. Im Falle der Absicherung gegen
Wertänderungsrisiken von Bilanzposten (Fair-Value-Hedges) wird
sowohl das Sicherungsinstrument als auch der gesicherte Risikoanteil
des Grundgeschäfts zum Fair Value angesetzt. Bewertungsänderungen
werden ergebniswirksam erfasst. Bei der Sicherung von zukünftigen
Zahlungsströmen (Cash-flow-Hedges) erfolgt die Bewertung der
Sicherungsinstrumente ebenfalls zum Fair Value. Bewertungsänderungen
des effektiven Teils des Derivats werden zunächst erfolgsneutral in
der Rücklage für Cash-flow-Hedges und erst bei Realisierung des
Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil eines
Hedge wird sofort erfolgswirksam angesetzt. Derivate, die im
Volkswagen Konzern nach betriebswirtschaftlichen Kriterien der
Zins-, Währungs- oder Preissicherung dienen, die jedoch die strengen
Kriterien des IAS 39 nicht erfüllen, werden in die Kategorie
erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
und Schulden eingeordnet. Wenn externe Sicherungsgeschäfte auf
konzerninterne Grundgeschäfte abgeschlossen werden, die im
Konzernabschluss eliminiert werden, sind diese Derivate ebenfalls
dieser Kategorie zuzuordnen.
Altana AG
Gemäß IAS 39 weist ALTANA alle Finanzaktiva und -passiva sowie alle
Derivate in der Bilanz als Vermögenswerte oder Schuldposten aus und
bewertet sie bis auf einige Ausnahmen (z. B. Kredite und
Forderungen) zu Marktwerten. Marktwertänderungen von derivativen
Finanzinstrumenten, die als Sicherungsbeziehung bilanziert werden,
sind ergebnis- oder eigenkapitalwirksam (Neubewertungsrücklage) zu
erfassen, je nachdem, ob es sich um eine Sicherung im Rahmen eines
Fair Value Hedges oder Cash Flow Hedges handelt. Die wirksamen Teile
der Marktwertänderungen des gesicherten Grundgeschäfts sowie des
derivativen Finanzinstruments werden im Rahmen eines Fair Value
Hedges in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die der
Absicherung zukünftiger Geldflüsse dienen (Cash Flow Hedges), werden
so lange im Eigenkapital gezeigt, bis das Grundgeschäft
ergebniswirksam wird. Der nicht effektive Anteil eines Cash Flow
Hedges oder Sicherungsgeschäfte, die nicht die Voraussetzungen für
Hedge Accounting erfüllen, sind sofort im Finanzergebnis
ergebniswirksam zu erfassen. Dies gilt auch für ausgeschlossene
Komponenten von Sicherungsgeschäften im Rahmen von Cash Flow Hedges.
ALTANA dokumentiert bei Abschluss einer Sicherungsbeziehung den
Zusammenhang zwischen dem eingesetzten Sicherungsinstrument und dem
Grundgeschäft. Zusätzlich erfolgt zu Beginn der Sicherungsbeziehung
und laufend eine Dokumentation über die Einschätzung darüber, ob das
eingesetzte Sicherungsinstrument die Wertschwankungen der zugrunde
liegenden Transaktion tatsächlich kompensieren kann
(Effektivitätsmessung).
BMW
Derivative Finanzinstrumente werden in der BMW Group nur zu
Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und
Marktwertrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus
resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Nach IAS
39 sind alle derivativen Finanzinstrumente wie z.B. Zins-, Währungs-
und kombinierte Zins- und Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte
zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem
Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Marktwerte
derivativer Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von
Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Die
Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente, bei denen
Hedge Accounting angewendet wird, werden entweder im Ergebnis oder
im Eigenkapital als Bestandteil des Kumulierten übrigen
Eigenkapitals ausgewiesen, je nachdem, ob es sich dabei um einen
„Fair Value Hedge“ oder einen „Cash Flow Hedge“ handelt. Bei einem
Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung
derivativer Finanzinstrumente und der dazugehörigen Grundgeschäfte
ergebniswirksam gebucht. Bei Marktwertveränderungen von Cash Flow
Hedges, die zum Ausgleich zukünftiger Cashflow-Risiken aus bereits
bestehenden Grundgeschäften oder geplanten Transaktionen eingesetzt
werden, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des
eingedeckten Grundgeschäfts zunächst erfolgsneutral im Kumulierten
übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Eine Umbuchung in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der
Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäfts. Der nicht durch
das Grundgeschäft gedeckte Teil der Marktwertveränderungen wird
unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt. Kann entgegen der bei der
BMW Group üblichen Praxis kein Hedge Accounting angewendet werden,
wird die Marktwertveränderung derivativer Finanzinstrumente
ergebniswirksam erfasst.
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