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Linde AG
Leasingverträge werden als „Finance Leases“ klassifiziert, wenn im
Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum des
Leasinggegenstandes verbunden sind, auf den Leasingnehmer übertragen
werden. Alle anderen Leasinggeschäfte sind so genannte „Operating
Leases“. Die Gesellschaften des Linde Konzerns schließen Verträge
als Leasinggeber und Leasingnehmer. Sofern Linde als Leasinggeber
Finance Leases eingeht, werden die zukünftig vom Kunden zu zahlenden
Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe des
Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingvertrag bilanziert. Die
Zinserträge werden über die Berichtsperioden verteilt, so dass eine
konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition aus
Leasingtransaktionen erzielt wird. Wenn Linde im Wege des Finance
Lease Leasingobjekte selbst anmietet, werden diese zu Vertragsbeginn
in Höhe des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwertes
der zukünftigen Leasingzahlungen im Mietvermögen ausgewiesen und die
korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber dem Leasinggeber als
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in der Bilanz erfasst.
Die Abschreibung des Mietvermögens und die Auflösung der
Verbindlichkeit erfolgen über die Vertragslaufzeit. Die Differenzen
zwischen der gesamten Leasingverpflichtung und dem beizulegendem
Zeitwert des Leasingobjekts entspricht den Finanzierungskosten, die
über die Laufzeit des Leasingvertrags erfolgswirksam verteilt
werden, so dass über die Perioden ein konstanter Zinssatz auf die
verbleibende Schuld Anwendung findet. Verbleibt das wirtschaftliche
Eigentum an den vermieteten Gegenständen bei Linde als Leasinggeber
(Operating Leases), werden diese unter entsprechender Kennzeichnung
als Mietvermögen in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die
Leasinggegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten
aktiviert und entsprechend der Bilanzierungsgrundsätze für
Sachanlagen abgeschrieben. Mieterlöse werden über die
Vertragslaufzeit linear erfasst. Die im Rahmen von Operating Leases
von Linde selbst geleisteten Miet- und Leasingzahlungen werden
linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Nach IFRIC
4 Determining whether an Arrangement contains a Lease werden unter
bestimmten Voraussetzungen Verträge als Leasing behandelt, die
rechtlich als solche nicht zu betrachten wären. Insbesondere in der
Division Gases werden bestimmte On-Site- und ECOVAR®-Anlagen als „embedded
finance lease“ klassifiziert. Diese Anlagen werden in den
Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe des
Nettoinvestitionswertes der vom Kunden zukünftig zu zahlenden
Leasingraten ausgewiesen. Bei Fertigstellung und Inbetriebnahme der
Anlagen wird ein einmaliger Umsatz gezeigt.
Daneben mieten Linde Gesellschaften Gebäude, Maschinen sowie
Betriebs- und Geschäftsausstattungen zur eigenen Nutzung
(Beschaffungsleasing). Diese Miet- und Leasingvereinbarungen sind
überwiegend Operating-Leases und haben Laufzeiten zwischen ein und
35 Jahren. Bei der KION Group verleasen die Gesellschaften zur
Absatzunterstützung verschiedene Produkte, im Wesentlichen
Flurförderzeuge, an ihre Kunden (Absatzleasing).
Bei der Kurzfristvermietung wird direkt an den Kunden vermietet,
wobei das wirtschaftliche Eigentum bei der KION Group verbleibt. Die
Gegenstände werden als Mietvermögen in der Bilanz gesondert
ausgewiesen. Kurzfristige Verträge werden über Laufzeiten von einem
Tag bis zu einem Jahr geschlossen. Bei langfristigen Mietverträgen
werden die Flurförderzeuge grundsätzlich an Leasinggesellschaften
verkauft. Der Gegenstand wird dann entweder von Linde
Konzerngesellschaften zurückgemietet und im Wege der Untervermietung
dem Kunden überlassen („Sale-Leaseback-Sublease“) oder die
Leasinggesellschaft schließt selbst den Kundenmietvertrag.
Langfristige Verträge laufen im Wesentlichen über vier bis sechs
Jahre. Teilweise enthalten die Verträge Verlängerungs- und
Kaufoptionen, die in der Regel nicht so günstig sind, dass von einer
Ausübung auszugehen ist.
Soferun die KION Group in den Fällen des „Sale-Leaseback-Sublease“
Chancen und Risiken aus der Rückmietung trägt, sind die Gegenstände
als langfristige Vermögenswerte im Mietvermögen zu zeigen. Können
Chancen und Risiken an den Endkunden weitergegeben werden, führt
dies bei Linde zum Ausweis einer Forderung aus
Finanzdienstleistungen. Die Refinanzierung dieser langfristigen
Kundenverträge erfolgt grundsätzlich laufzeitkongruent und ist als
Verbindlichkeit aus Finanzdienstleistungen passiviert. Die
Veräußerungsgewinne werden über die Vertragslaufzeit abgegrenzt,
soweit Chancen und Risiken bei der KION Group verbleiben. Im Rahmen
des Finanzdienstleistungsgeschäfts der KION Group werden auch
Flurförderzeuge an Leasinggesellschaften veräußert, die dann
ihrerseits Leasingverträge direkt mit dem Endkunden eingehen. Sofern
die KION Group hierbei Restwertgarantien von mehr als 10 Prozent des
Objektwertes gibt, werden diese als Verkaufsvertrag zu
qualifizierenden Transaktionen unter analoger Anwendung der
Leasingvorschriften für Leasinggeber mit
Operating-Leasingverhältnissen bilanziert. Danach werden zum
Zeitpunkt der Veräußerung die Fahrzeuge zu Herstellungskosten
aktiviert und über den Zeitraum bis zur erstmöglichen
Inanspruchnahme auf den garantierten Restwert abgeschrieben. Die
Zahlungseingänge aus den Verkäufen werden abgegrenzt und über den
gleichen Zeitraum vereinnahmt. Zudem wird in Höhe der
Restwertverpflichtung eine Verbindlichkeit aus
Finanzdienstleistungen passiviert.
BASF AG
Gemäß IAS 17 sind Leasingverträge in Finanzierungsleasing und
Operating-Leasing zu unterteilen. Im Rahmen des Operating-Leasings
genutzte Vermögenswerte werden nicht aktiviert. Die zu leistenden
Leasingzahlungen werden in der jeweiligen Periode entsprechend dem
Anfall ergebniswirksam erfasst. Ein Finanzierungsleasing ist eine
Leasingverhältnis, bei dem im Wesentlichen alle mir dem Eigentum
verbundenen Risiken und Ertragschancen eines Vermögenswertes
übertragen werden. Vermögenswerte, die im Rahmen des
Finanzierungsleasings genutzt werden, werden mit dem niedrigeren
Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der
Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die zu leistende Leasingzahlung
ist in die Tilgungs- und Zinskomponente aufzuteilen. Die
Tilgungskomponente reduziert die Verbindlichkeit, während die
Zinskomponente als Zinsaufwand ausgewiesen wird. Abschreibungen
erfolgen entsprechend der Nutzungsdauer der geleasten
Wirtschaftsgüter oder der kürzeren Leasingdauer. Details zu den
einzelnen Leasingverträgen sind im Anhang unter Anmerkung 27
genannt.
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