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IFRS für kleine und mittlere Unternehmen

 

  Frage 2

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Fragebogen des IASB zu möglichen Ansatz- und Bewertungserleichterungen für KMU.


2. Bitte nennen Sie diejenigen in den IFRS  geregelten Sachverhalte, die in den KMU-Standards ausgeklammert werden könnten, da sie bei KMU wahrscheinlich nicht auftreten werden. Sollten diese dennoch auftreten, würden die KMU-Standards die KMU dazu verpflichten, eine sachgerechte Bilanzierungsmethode durch Rückgriff auf den den jeweils maßgeblichen IFRS abzuleiten.


Im Zuge der Vereinfachung der IFRS als Bestandteil der Entwicklung von Rechnungslegungsstandards für KMU sieht der IASB vor, dass diejenigen Ansatz- und Bewertungsgrundsätze der IFRS, die nur von begrenzter Anwendbarkeit für KMU sind, nicht in die KMU-Standards übernommen werden. Dies soll insbesondere aus dem Grunde geschehen, weil die meisten KMU in der Regel keine Transaktionen eingehen, die die Anwendung dieser Grundsätze erforderlich machen. Sollten dennoch Sachverhalte vorliegen, für dessen bilanzielle Behandlung diese Regelungen notwendig sind, sollten die KMU zur Festlegung der geeigneten Bilanzierungsmethode zuerst den entsprechenden IFRS hinzuziehen (zwingend vorgeschriebener Rückgriff auf IFRS bei Regelungslücken).

In Frage 2 werden die Adressaten des Fragebogens gebeten, diejenigen Grundsätze zu nennen, die für die KMU-Standards nicht notwendig sind.

Die nachfolgende Aufstellung stellt eine Liste mit möglichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen dar, die in den KMU-Standards ausgeklammert werden könnten. Die Liste ist nicht abschließend; weitere Bereiche können u.U. vorgeschlagen werden.

 
IFRS 2 Aktienbasierte Vergütungen kommen in der Regel nicht im Zusammenhang mit KMU vor. Der entsprechende KMU-Standard sollte lediglich auf IFRS 2 verweisen.
 
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse kommen eher selten im Zusammenhang mit KMU vor. Der entsprechende KMU-Standard sollte lediglich auf IFRS 3 verweisen.
 
IFRS 4 Unternehmen, die Versicherungsverträge ausgeben haben, verwalten treuhänderisch Vermögenswerte und sind daher öffentlich rechenschaftslegungspflichtig. Für solche Unternehmen kommt eine Anwendung der KMU-Standards nicht in Frage. Eine KMU-Version des IFRS 4 ist daher nicht erforderlich.
 
IAS 11 Zusammenfassung und Segmentierung von Fertigungsaufträgen
 
IAS 12 Temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen, Niederlassungen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures entstehen
 
IAS 16 Neubewertungsmodell beim Sachanlagevermögen
 
IAS 17 Sale-and-Leaseback-Transaktionen
 
IAS 19 Leistungsorientierte Versorgungspläne
 
IAS 23 Aktivierungsmodell für Fremdkapitalkosten
 
IAS 26 Pensionsfonds für Altersversorgungspläne sind definitionsgemäß Unternehmen mit öffentlicher Rechenschaftspflicht. Daher finden für solche Unternehmen die IFRS Anwendung.
 
IAS 27 KMU haben in der Regel keine Tochterunternehmen. Der entsprechende KMU-Standard sollte lediglich auf IAS 27 verweisen.
 
IAS 30 Unternehmen, auf die IAS 30 Anwendung findet, sind definitionsgemäß Unternehmen mit öffentlicher Rechenschaftspflicht. Daher finden für solche Unternehmen die IFRS Anwendung.
 
IAS 32 Trennung in Fremd- und Eigenkapitalkomponenten bei zusammengesetzten Finanzinstrumenten ("Split Accounting")
 
IAS 36 Da Unternehmenszusammenschlüsse in der Regel nicht im Zusammenhang mit KMU vorkommen, könnten die Vorschriften des IAS 36 zum Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert im entsprechenden NPAE-Standard ausgeklammert werden.
 
IAS 38 Neubewertungsmodell bei immateriellen Vermögenswerten
 
IAS 39 Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
 
IAS 39 Hedge Accounting
 

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