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IFRS für kleine und mittlere Unternehmen

 

  Analyse der Comment Letters

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An dieser Stelle dokumentieren wir die Stellungnahmen auf das Diskussionspapier "Preliminary Views on Accounting Standards for Small and Medium-sized Entities". 


Fragestellung 2: Was ist die Zielsetzung von Standards für kleine und mittlere Unternehmen?


Sind die Zielsetzungen der IASB Standards für KMU geeignet und, falls nicht, wie sollten diese geändert werden?

Etwa die Hälfte (48%) der Stellung nehmenden Fachöffentlichkeit stimmte den vorgeschlagenen Zielsetzungen im allgemeinen zu. Die Zielsetzungen sind:

  1. qualitativ hochwertige, verständliche und durchsetzbare Standards zu schaffen, die für KMU weltweit geeignet sind;
     

  2. sich auf die Bedürfnisse der Adressaten von Jahresabschlüssen kleiner und mittlerer Unternehmen konzentrieren;
     

  3. die Standards sollten auf demselben begrifflichen Rahmenkonzept wie die IFRS basieren;
     

  4. die Kosten der Rechnungslegung für KMU, die nach globalen Standards bilanzieren wollen, senken;
     

  5. Unternehmen, die offenlegungspflichtig werden sollten, einen leichten Übergang zu den vollständigen IFRS ermöglichen.

40% stimmten mit den Zielsetzungen unter Vorbehalt überein. Die Vorbehalte bezogen sich größtenteils auf die oben aufgeführten Zielsetzungen c. und e.

  1. Die Mehrzahl der 40% waren der Ansicht, dass einige, den Bedürfnissen von  KMU entsprechende Änderungen des Rahmenkonzepts angemessen seien, insbesondere im Hinblick auf die Identifikation der Hauptadressaten von KMU-Abschlüssen und deren Informationsbedürfnisse. Deswegen dürfte die Zielsetzung c. nicht vollständig zutreffend sein. Einige der 10%, die den Zielsetzungen der IASB Standards für KMU gänzlich ablehnend gegenüber standen, begründeten dies insbesondere damit, dass das Rahmenkonzept auch für KMU gelten solle.

  2. Die Stellungnahmen zur Zielsetzung e. ergaben, dass diese Zielsetzung von geringerer Relevanz sei, da nur wenige KMU in Zukunft offenlegungspflichtig werden würden und daher keinen Übergang auf die vollständigen IFRS anstreben würden.

  3. Des weiteren gab es zu dem Begriff "durchsetzbar" in Zielsetzung a.  die Äußerung, dass dies nicht in der Verantwortung des IASB liegen würde. Diese Zielsetzung wurde dem Vorwort des IASB zu den IFRS entnommen, welche ursprünglich aus der ISACF Constitution stammt.

Einige der fast 90% (48% + 40%), die die Zielsetzungen im allgemeinen befürworteten, hatten dennoch Zweifel, dass diese Ziele (insbesondere die Reduzierung der Kosten der Rechnungslegung für KMU sowie die Konzentration auf die Bedürfnisse der Adressaten von KMU-Abschlüssen) erreicht werden könne, wenn der Rest der im Diskussionspapier vorgebrachten Vorschläge, so wie sie derzeit sind, umgesetzt werden würde (insbesondere im Hinblick auf die Annahme, dass keine Änderungen von Ansatz- und Bewertungsgrundsätzen vorzunehmen seien, und bezüglich des zwingend vorgeschriebenen und freiwilligen Rückgriffs auf vollständige IFRS).

Einige ermutigten den IASB, das Ziel der Bereitstellung von Informationen für das Management und für steuerliche Zwecke nicht außer Acht zu lassen. Viele lehnten die Zielsetzungen der IASB Standards für KMU insbesondere deswegen ab, weil eben dieses Ziel im Diskussionspapier keine Berücksichtigung fand.

Folgende Verbesserungsvorschläge wurden gemacht:

  1. Die Vergleichbarkeit von Abschlüssen sollte als ausdrückliches Ziel hinzugefügt werden.
     

  2. Die Berichterstattung über die Geschäftsleitung des Management sollte mehr Gewichtung erhalten.
     

  3. Die Vereinfachung der Standards sollte als ausdrückliches Ziel hinzugefügt werden.
     

  4. Die Notwendigkeit der Hinzuziehung von externen Beratern für die Jahresabschlusserstellung sollte vermindert oder beseitigt werden.

(Quelle: IASB)

Zur Fragestellung 2 des Diskussionspapiers

 

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