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An dieser Stelle dokumentieren wir die Stellungnahmen auf das
Diskussionspapier "Preliminary Views on Accounting Standards
for Small and Medium-sized Entities".
Fragestellung 4: Wenn es für ein Rechnungslegungsproblem
eines kleinen oder mittleren Unternehmens keinen spezifisches
Standard gibt, wie sollte das Unternehmen eine Problemlösung
finden?
Für den Fall, dass IASB Standards für KMU eine
bestimmte Ansatz- oder Bewertungsfrage nicht behandeln, sollte
das Unternehmen zur Problemlösung den entsprechenden IFRS
heranziehen? Falls nicht, warum nicht und welche Alternativen
wären denkbar?
In zwei Drittel der
Stellungnahmen wurde ein zwingend vorgeschriebener Rückgriff
auf IFRS im Falle von Regelungslücken befürwortet,
insbesondere aus Gründen der Vergleichbarkeit und der
Übereinstimmung mit dem gemeinsamen Rahmenkonzept. Einige
waren der Ansicht, dass die IASB Standards für KMU hinreichend
robust sein sollten, so dass ein zwingender Rückgriff auf
IFRS nur selten vorkommen würde.
Von dem verbleibenden Drittel
waren die meisten der Ansicht, dass der zwingende Rückgriff
auf IFRS dazu führen würde, kleinen und mittleren
Unternehmen anstelle der IASB Standards für KMU die
vollständige Variante der IFRS aufzuerlegen. Damit müssten
sich die KMU sowohl mit den IASB Standards für KMU als auch
mit den vollständigen IFRS, und somit mit mehr Vorschriften
als börsennotierte Unternehmen, beschäftigen. Daher
sollten die IASB Standards für KMU ein von den IFRS
unabhängiges Regelungswerk sein. Wenn ein bestimmtes
Bilanzierungsproblem nicht in den IASB Standards für KMU
geregelt ist, dann sollte ein Unternehmen nach eigenem
Ermessen ähnlich der Rangfolge von Bilanzierungsmethoden im
Falle von Regelungslücken gemäß IAS 8 vorgehen. Somit
kämen die IFRS zwar in Frage, wären aber nicht
zwingend vorgeschrieben. Einige waren auch der Ansicht, dass
ein zwingender Rückgriff auf IFRS den Schluss nahe legen
würde, dass dasselbe Rahmenkonzept sowohl für
börsennotierte als auch für KMU gelten würde. Das Rahmenkonzept
sei nach Auffassung dieser 30% nicht
unbedingt für KMU geeignet.
(Quelle: IASB)
Zur
Fragestellung 4 des Diskussionspapiers
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