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IFRS für kleine und mittlere Unternehmen

 

  Analyse der Comment Letters

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An dieser Stelle dokumentieren wir die Stellungnahmen auf das Diskussionspapier "Preliminary Views on Accounting Standards for Small and Medium-sized Entities". 


Fragestellung 5: Wann darf ein kleines oder mittleres Unternehmen auf „große“ bzw. vollständige IFRS zurückgreifen, die etwas zulassen, das in den spezifischen Standards nicht zugestanden wird?


Frage 5a: Sollte es KMU gestattet sein, auf einen IFRS zurückzugreifen, wenn die bilanzielle Behandlung in den IASB Standards für KMU sich von der der vollständigen IFRS unterscheidet oder sollten KMU verpflichtet sein, entweder die vollständige KMU-Version oder IFRS-Version zu wählen ohne die Möglichkeit eines freiwilligen Rückgriffs auf einzelne IFRS?

Über 60% der Stellung nehmenden Fachöffentlichkeit stand einem freiwilligen Rückgriff auf einzelne IFRS ablehnend gegenüber, da dies zu einem Durcheinander von Regelungen führen und zum sog. "cherry picking" verleiten würde. Auf diese Weise würden die Jahresabschlussadressaten eine klare Vorstellung von Jahresabschlüssen in Übereinstimmung mit den IASB Standards für KMU aus den Augen verlieren. Einige merkten auch an, dass ein freiwilliger Rückgriff auf IFRS implizieren würde, dass die IASB Standards für KMU zweitrangig im Vergleich zu den IFRS seien.

Die 40%, die einen freiwilligen Rückgriff auf IFRS befürworteten, merkten an, dass die KMU-Standards auf den Grundsätzen der IFRS beruhen würden. Somit würde eine einheitliche Struktur bestehen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der KMU würden auf diese Weise stärker in Richtung der vollständigen IFRS gehen, welche schließlich für alle Unternehmen als geeignet angesehen werden. Zudem stellt sich die Frage eines freiwilligen Rückgriffs auf IFRS nur bei dem Vorliegen von Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den beiden Regelungswerken. Der IASB nähme jedoch diesbezüglich an, dass solche Unterschiede nicht vorliegen würden.

Frage 5b: Falls es KMU gestattet sein sollte, auf IFRS zurückzugreifen, (a) sollten sie auf den gesamten IFRS zurückgreifen („standard-by-standard“-Methode); (b) sollte es ihnen gestattet sein, uneingeschränkt auf einzelne Grundsätze eines IFRS zurückzugreifen, wobei für den verbleibenden Teil der IASB Standard für KMU angewendet wird („principle-by-principle“-Methode; oder (c) sollten sie auf alle Grundsätze des IFRS zurückgreifen, die mit einer bestimmten bilanziellen Behandlung in der KMU-Version zusammenhängen (Mittelweg zwischen „standard-by-standard“- und „principle-by-principle“-Methode)?

Wie bereits unter Frage 5a dargestellt, lehnten 60% einen freiwilligen Rückgriff auf IFRS ab. Von den verbleibenden 40% (und diejenigen, die zwar diesem Vorschlag grundsätzlich ablehnend gegenüber standen, sich dennoch zu dieser Frage äußerten) verlangte die Hälfte einen Rückgriff auf die IFRS in ihrer Gesamtheit. Ein Drittel würden auf eine "priniciple-by-principle"-Basis auf die IFRS zurückgreifen. Der Rest bevorzugte einen Rückgriff auf Basis von zusammenhängenden Grundsätzen, ohne jedoch den Begriff "Zusammenhang zwischen den Grundsätzen" näher zu erläutern. 

(Quelle: IASB)

Zur Fragestellung 5 des Diskussionspapiers

 

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