|
VERORDNUNG (EG) Nr. 2238/2004 der Kommission vom 29.
Dezember 2004 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr.
1725/2003 betreffend die Übernahme bestimmter
internationaler Rechnungslegungsstandards in
Übereinstimmung mit der Verordnung 1606/2002 des
Europäischen Parlaments und des Rates betreffend IFRS 1
und IAS Nrn. 1 bis 10, 12 bis 17, 19 bis 24, 27 bis 38, 40
und 41 und SIC Nrn. 1 bis 7, 11 bis 14, 18 bis 27 und 30
bis 33.
Inhalt |
|
- |
Dieser überarbeitete
International Accounting Standard ersetzt den IAS 7,
Kapitalflussrechnungen, der im Oktober 1977 vom Board
genehmigt worden ist. Der überarbeitete Standard war erstmals
in der ersten Berichtsperiode eines
am 1. Januar 1994 oder danach beginnenden Geschäftsjahres
anzuwenden.
Die fett und kursiv gedruckten
Vorschriften sind in Verbindung mit den Hintergrundmaterialien
und den Anwendungsleitlinien dieses Standards sowie in
Verbindung mit dem Vorwort zu den International Accounting
Standards zu betrachten. International Accounting Standards
brauchen nicht auf unwesentliche Sachverhalte angewendet zu
werden (siehe Paragraph 12 des Vorwortes).
Zielsetzung
Informationen über die Cashflows
eines Unternehmens vermitteln den Abschlussadressaten eine
Grundlage zur Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens,
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu
erwirtschaften, sowie zur Abschätzung des Liquiditätsbedarfes
des Unternehmens. Die von den Adressaten getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen setzen eine Einschätzung der
Fähigkeit eines Unternehmens zum Erwirtschaften von
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie des
Zeitpunktes und der Wahrscheinlichkeit des Erwirtschaftens
voraus. Die Zielsetzung dieses Standards besteht darin,
Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente eines Unternehmens bereitzustellen.
Diese Informationen werden durch eine Kapitalflussrechnung
zur Verfügung gestellt, welche die Cashflows der
Berichtsperiode nach der betrieblichen Tätigkeit, der
Investitions- und der Finanzierungstätigkeit klassifiziert.
Anwendungsbereich
1. Ein Unternehmen hat eine
Kapitalflussrechnung gemäß den Anforderungen dieses Standards
zu erstellen und als integralen Bestandteil des Abschlusses
für jede Periode darzustellen, für die Abschlüsse aufgestellt
werden.
2. Dieser Standard ersetzt den im
Juli 1977 verabschiedeten IAS 7, Kapitalflussrechnung.
3. Die Abschlussadressaten eines
Unternehmens sind daran interessiert, auf welche Weise das
Unternehmen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
erwirtschaftet und verwendet. Dies gilt unabhängig von der Art
der Tätigkeiten des Unternehmens und unabhängig davon, ob
Zahlungsmittel als das Produkt des Unternehmens betrachtet
werden können, wie es bei einer Finanzinstitution der Fall
ist. ImGrunde genommen benötigen Unternehmen Zahlungsmittel
aus denselben Gründen, wie unterschiedlich ihre wesentlichen
erlöswirksamen Tätigkeiten sein mögen. Sie benötigen
Zahlungsmittel zur Durchführung ihrer Tätigkeiten, zur
Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen sowie zur Zahlung
von Dividenden an ihre Investoren. Demnach sind nach diesem
Standard sämtliche Unternehmen zur Aufstellung von
Kapitalflussrechnungen
verpflichtet.
Nutzen
von Kapitalflussinformationen
4. In Verbindung mit den übrigen
Bestandteilen des Abschlusses liefert die Kapitalflussrechnung
Informationen, anhand derer die Abschlussadressaten die
Änderungen im Reinvermögen eines Unternehmens und seine
Vermögens- und Finanzstruktur (einschließlich Liquidität und
Solvenz) bewerten können. Weiterhin können die Adressaten die
Fähigkeit des Unternehmens zur Beeinflussung der Höhe und des
zeitlichen Anfalles von Cashflows bewerten, die es ihm
erlaubt, auf veränderte Umstände und Möglichkeiten zu
reagieren. Kapitalflussinformationen sind hilfreich für die Beurteilung
der Fähigkeit eines Unternehmens, Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente zu erwirtschaften, und ermöglichen
den Abschlussadressaten die Entwicklung von Modellen zur
Beurteilung und zum Vergleich des Barwertes der künftigen
Cashflows verschiedener Unternehmen. Darüber hinaus verbessert
eine Kapitalflussrechnung die Vergleichbarkeit der Darstellung
der Ertragskraft verschiedener Unternehmen, da die
Auswirkungen der Verwendung verschiedener Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden für dieselben Geschäftsvorfälle und
Ereignisse eliminiert werden.
5. Historische
Kapitalflussinformationen werden häufig als Indikator für den
Betrag, den Zeitpunkt und die Wahrscheinlichkeit künftiger
Cashflows herangezogen. Außerdem sind die Informationen
nützlich, um die Genauigkeit in der Vergangenheit
vorgenommener Beurteilungen künftiger Cashflows zu prüfen und
die Beziehung zwischen der Rentabilität und dem Netto-Cashflow
sowie die Auswirkungen von Preisänderungen zu untersuchen.
Zurück |
Übersicht |
Weiter
|