Erfolg durch schlechtere Bonität bezogen auf finazielle Verbindlichkeiten (IAS 32 / 39)

verfasst von Macelman, 28.07.2009, 08:17 Uhr

» Hallo Forum,
»
» in einer meiner Vorlesungen wurde angesprochen, dass wenn eine finanzielle
» Verbindlichkeit mit zum fair value mit erfolgwirksamer Verbuchung bei
» Wertänderung klassifiziert wurde und bei verschlechterter Bonität der
» Gewinn steigt.
»
» Dabei spielt der Rückkauf der Verbindlichkeit noch eine Rolle. Es müßte
» also die Verbindlichkeit emittiert werden, dann sinkt die Bonität und bei
» Rückkauf wird Gewinn erzielt.
»
» Ich versteh da den Zusammenhang nicht ganz. Wie kann ich eine Bonität
» emittieren? Und wie genau entsteht da der Gewinn?
»
» Kann mir jemand weiterhelfen, ich hoffe ich habe den Zusammmenhang
» einigermaßen klar dargestellt.

Hallo,

also ich bin mir nicht 100% sicher. Denke aber das sich das aus der Bewertung ableitet.
Die Verbindlichkeit enthält ja neben den reinen Zinszahlungen auch einen Bonitätsspread ausgedrückt in einem Teil der Zinszahlung. Nun heißt eine Verschlechterung der Bonität, dass dieser Anteil theoretisch steigen würde. Dies schlägt sich bei der Bewertung nieder indem man mit einer Zinskurve plus aktuellem Spread (nicht der zu Beginn der Vblk.!!!) abdiskontiert. Dieser ist ja wie schon gesagt höher. D.h. die Cash Flows werden nun mit einem "höheren Risikoabhängigen Zinssatz" abdiskontiert. Dadurch wird der Barwert kleiner. Wenn der Barwert einer Verbindlichkeit kleiner wird macht man einen Gewinn.
Oder anders: Wenn Du die Verbindlichkeit heute hättest müßtest Du mehr zahlen da der Spread ein höherer ist. D.h. Du hast einen Oportunitätsgewinn.

VG Macelman

 


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Erfolg durch schlechtere Bonität bezogen auf finazielle Verbindlichkeiten - Capitalist32, 24.07.2009, 21:16
Erfolg durch schlechtere Bonität bezogen auf finazielle Verbindlichkeiten - Macelman, 28.07.2009, 08:17

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